Heute hatte ich Besuch von zwei Freundinnen, die mich schon sehr lange in meinem Leben begleiten. Wir sind quasi miteinander groß geworden. Haben unsere ersten Urlaube gemeinsam verbracht, uns gegenseitig bei Liebeskummer getröstet und durch die unterschiedlichen Phasen in unserem Leben begleitet. Nun erwarten Beide in Kürze ihr erstes Kind.

Naheliegend dass es im Gespräch vorrangig über die Geburt, das Stillen und Babys allgemein ging und was auf eine Neo-Mama in den ersten Monaten so zukommt. Ich gehöre nicht zu jenen Müttern, die ungefragt Tipps geben und selbst wenn ich gefragt werde, bin ich mit Tipps sehr zurückhaltend. Ich finde beim „Mama-Sein“ muss man sehr viel auf sich selbst hören, sich selbst vertrauen, vieles einfach ausprobieren und machen was und wie man es selbst für richtig hält. Als Mommy-to-be (zum ersten Kind wohlgemerkt), kann man sich ohnehin nicht wirklich vorstellen, wie sich das Leben verändern wird, wenn die Kleinen dann da sind. Man hat eine gewisse Vorstellung und sieht bei Freunden was sich in deren Leben ändert, wie Kinder heranwachsen, dass man nicht mehr so flexibel ist etc. Aber das Gefühl, dass es auf einmal einen kleinen Mensch gibt, für den man alles im Leben tun würde, den man so liebt wie nichts anderes auf der Welt, der einem soviel Liebe und Dankbarkeit zurückgibt wie sonst niemand und die Tatsache, dass man sich selbst in den Hintergrund stellt, spürt man erst wenn man Mama oder Papa ist.

Keine Frage, Kinder können sehr anstrengend sein und es gibt Tage an denen mir die Augen beim Sandmann (18.50) zufallen und nicht meinen Kindern, aber ich denke mir jeden Tag wie unglaublich süß die Beiden sind, wie unbeschwert die Beiden in den Tag leben, mit wie viel Liebe sie aufwachsen und wie viel sie dadurch auch uns als Eltern und unseren Familien zurückgeben und dass ich mir ein Leben ohne den Beiden überhaupt nicht mehr vorstellen könnte. Ein paar einzelne, kinderlose Tage sind ab und zu schon schön, aber das ist ja jetzt nicht das Thema.

Der heutige Tag gab mir Anlass dazu, mich daran zu erinnern, wie es war als ich zum ersten Kind schwanger war. Wir wollten unbedingt wissen, ob wir einen Bub oder ein Mädchen bekommen. Man kann sich einfach viel besser darauf einstellen (Namenswahl, Zimmereinrichtung, Gewand und was man so braucht), wenn man weiß, ob ein Bub oder ein Mädchen künftig auf Schritt und Tritt im Leben mitgeht. Findet Ihr nicht? Die Namenswahl ging bei uns recht flott. Bei einem Bub war klar, dass er so heißt wie mein Mann, Peter. Obwohl der chinesische Kalender behauptete, ich bekomme ein Mädchen, habe ich doch meinem Arzt vertraut (was sich als richtig erwies) und mich auf „Blau“ als meine neue Lieblingsfarbe eingestellt.

Der Einkaufsmarathon konnte also los gehen. Die Zeiten, in denen man für Buben nicht so süße Sachen wie für Mädchen findet, sind zum Glück vorbei. Wir haben so gut wie alles gekauft, was man angeblich echt dringend braucht. Beistellbett, Gitterbett, Wickelkommode, Laufstall, Wippe, Tripp Trapp, Buggy, Kinderwagen, Flaschen für eine Großfamilie, Sterilisator, Milchpumpe, Schnuller, Schuhe (mir hat ja keiner gesagt, dass Schuhe eigentlich erst interessant werden, wenn es kalt wird oder Kinder gehen können), Gewand, Skianzug, Winterjacken, MaxiCosi, Wickeltasche, eine fast komplette Serie von Jacadi (Nestchen, Schlafsack, Bettwäsche, Mobile, Spieluhr, etc.), unzählige Pflegeprodukte, Polster, Tuchend, Windeln, Schmusetücher, Spielzeug, Krabbeldecke, Stillkissen, Babyphone, Einsatz für die Badewanne,… Wir waren wirklich gut ausgestattet und das ziemlich schnell.

Bestimmt hätten wir nicht alles gebraucht, aber wir waren so aufgeregt und in so großer Vorfreude, dass wir alles perfekt haben wollten. Alles was beim ersten Kind keine Verwendung fand, weil es vielleicht doch zu schön oder nicht notwendig ist, blieb beim zweiten Bub nicht mehr verschont. Die beiden Jungs sind beide Sommerkinder und zwei Jahre auseinander. Der Jüngere kann also alles auftragen, was sehr praktisch ist. Dem Älteren habe ich Kleidung zum Teil viel zu spät anprobiert, weil ich mit den Größenangaben noch nicht vertraut war oder ich hab auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, der dann doch nicht gekommen ist.

Meine „Must-Have“ für Babys sind:

  1. Bodies, gut sitzende Baumwoll-Bodies
  2. Bequeme Kleidung (Leggings, Jogginghosen, Sweater, Strampler) mit und ohne Aufdruck
  3. Schmusetücher, ohne wenn und aber nur die von Aden + Anais (die, die mich kennen wissen über meinen Hang zu Schmusetüchern Bescheid)
  4. Gitterbett
  5. Wickelkommode
  6. Kinderwagen (sparen zahlt sich hier nicht aus, der muss einiges aushalten)
  7. Spieluhr
  8. Kuscheldecke
  9. Schlafsack
  10. Wippe zum Füttern und zuschauen

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man sich gemeinsam auf den bevorstehenden Nachwuchs freut. Ich nehme immer wieder meine Schwangerschafts-Tagebücher zur Hand, lese nach oder blättere sie mit den Buben durch. Eine tolle Zeit, vorausgesetzt es geht einem in der Schwangerschaft gut, die rückblickend betrachtet, doch auch sehr schnell vergeht.

Ich bin gespannt und neugierig, worauf Ihr nicht verzichten könnt bei der Erstlings-Ausstattung?

Jetzt genieße ich die Ruhe, hoffe auf eine gute Nacht und freue mich, wenn morgen wieder beide Kinder zu uns ins Bett hüpfen und mein Baby, das mit 2,5 Jahren gar kein Baby mehr ist, sagt „beste Mama“.

Gute Nacht.

Eure Johanna

Eltern-werden, Eltern-sein – das größte Geschenk auf Erden

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