Das Rezept ist aus „Harry’s Bar Kochbuch“. Einem meiner absoluten Favourites. Wer in Venedig ist, sollte zumindest auf einen Drink in Harry`s Bar gehen. Ich finde man sollte zumindest einmal dort gewesen sein. Ich mag Venedig und die Harry`s Bar und ihr einzigartiges Flair. Auch wenn ich immer öfter höre, dass alles so „veraltert“ ist und es viel coolere Locations gibt, ich mag einfach „alte Klassiker“ und finde die auch cool.

Baisertorten haben in Harry`s Bar große Tradition. Der Hintergrund ist, dass in Restaurants Unmengen an Eiweiß anfällt und daraus die schönsten Desserts zubereitet werden können. Ich liebe vor allem die Zitronenbaisertorte. Der Unterschied zur klassischen Baisertorte, die mit Vanillecreme gemacht wird ist, dass, wie der Name schon verrät, auch Zitronencreme verwendet wird. Die Mischung aus Vanille- und Zitronencreme, mit der Baiserhaube schmeckt fantastisch.

Zutaten: (für eine Springform mit 23 cm Durchmesser)

Für den Mürbteig:
200 g Mehl
100 g Staubzucker
150 g Butter
2 Eigelbe
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
Salz

Für die Zitronencreme:
2 Eier
130 g Staubzucker
Saft und abgeriebene Schale von 2 Zitronen
80 g Butter

Für die Vanillecreme:
250 ml Milch
70 g Staubzucker
2 Eigelbe
20 g Mehl
Streifen Zitronenschale
1 TL Vanilleextrakt

Für die Baisermasse:
3 Eiweiße
Saft von ½ Zitrone
1 TL Vanilleextrakt
160 g Kristallzucker

Kristallzucker zum Bestauben

Nun geht es an die Zubereitung. Die Vanillecreme und die Zitronencreme können bereits am Vortag zubereitet werden. Da sie gekühlt werden müssen, ist das kein Problem. Ich finde es auch praktischer. Am Tag des Tortenbackens mache ich dann noch den Mürbteig und die Baisermasse. Die einzelnen Schritte sind nachfolgend erklärt. Wenn man sich einmal dazu überwunden hat, die Torte zu backen, macht man es öfter. Glaubt mir! Es zahlt sich aus.

Zubereitung Mürbteig:
Mehl mit Zucker, der in Stücke geschnittenen Butter, Salz und Zitronenschale in einer Rührschüssel vermischen, so dass Krümel entstehen. Die Eigelbe hinzufügen und kurz einarbeiten. Die Masse zu einer Kugel formen und abgedeckt eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ausrollen und die Springform damit auslegen. Den Teig mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier belegen und mit Reis beschweren. Die Form in das vorgeheizte Backrohr geben und 20 Minuten backen. Im Anschluss den Reis sowie das Backpapier entfernen und den Mürbteigboden bei 180 Grad noch weitere 10 Minuten backen. Vor dem Füllen muss der Teigboden auskühlen. Wenn der Teig ausgekühlt ist aus der Springform nehmen.

Zubereitung Vanillecreme:
Die Milch, die Hälfte des Zuckers und die Zitronenschale in einem Topf zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und die Zitronenschale entfernen.
Die Eigelbe mit der zweiten Hälfte des Zuckers in einer Schüssel cremig rühren. Das Mehl hinzugeben und einrühren. Im Anschluss die heiße Milch langsam eingießen und verrühren. Wer möchte, kann die Creme durch ein Spitzsieb in einen sauberen Topf gießen. Ich mache es nicht. Wenn man alles gut einrührt und keine Klümpchen entstehen, ist es meiner Meinung nach nicht notwendig. Auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren kochen lassen, bis eine dicke Creme entsteht. Nun kann der Vanillezucker hinzugefügt werden. Noch einmal umrühren. Die Creme vom Herd nehmen, abkühlen lassen (dabei wieder öfter umrühren) und bis zur Weiterverwendung in den Kühlschrank stellen. Die Vanillecreme bereite ich ebenfalls am Vortag zu. Ist auch organisatorisch einfacher, die einzelnen Schritte aufzuteilen.

Zubereitung Zitronencreme:
Die Eier in einer Schüssel verrühren. Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale einrühren. Über Wasserdampf, die Creme so lange rühren, bis sie bindet (ca. 10 Minuten). Anschließend die klein geschnittene Butter einrühren. Die Creme abkühlen lassen. Dabei einige Male umrühren, damit sich keine Haut bildet. Die Creme muss für 2 Stunden oder länger in den Kühlschrank. Ich bereite sie immer am Vortag zu.

Zubereitung Baisermasse:
Die Baisermasse wird erst kurz vor dem Füllen zubereitet. Dafür die Eiweiße mit dem Kristallzucker in einer Schüssel, über dem heißen Wasserdampf, erwärmen. Vanillezucker und Zitronensaft einrühren. Über dem Wasserbad mit dem Mixer zu einem festen, glänzenden Schnee schlagen.

Nun die gekühlte Zitronencreme mit der gekühlten Vanillecreme vermischen und auf dem Mürbteigboden gleichmäßig verteilen. Die Baisermasse darüber streichen. Man kann sie mit einer Teigspachtel ganz leicht dekorativ gestalten. Die Oberfläche mit Kristallzucker bestreuen. Wer einen Bunsenbrenner zuhause hat, kann vor dem Servieren die Baiserspitzen bräunen oder sonst einfach kurz auf die oberste Schiene im Backrohr stellen und etwas Farbe annehmen lassen.

Die Torte in den Kühlschrank stellen und 30 Minuten vor dem Servieren herausnehmen.

Gutes Gelingen und die Mühe ist es auf jeden Fall wert!

Eure Johanna

Tartezitronentarte_Neu2

Meringata al Limone oder auch Zitronenbaisertorte

4 thoughts on “Meringata al Limone oder auch Zitronenbaisertorte

    • 9. März 2016 bei 10:33
      Permalink

      Liebe Carmen! Schön von Dir zu hören! Ich kann Dir die Zitronenbaisertorte nur empfehlen. Einmal gemacht und Du machst Sie am liebsten jeden Tag… Lass Sie Dir schmecken!!!! Alles Liebe, Johanna

      Antwort
  • 9. Mai 2016 bei 21:44
    Permalink

    Hallo Johanna! Hab mich drüber traut und zum Geburtstag meines Papas bzw zum Muttertag diese Zitronenbaisertorte gebacken! 😉 Und was soll ich sagen: die ganze Familie war begeistert!!! LG, Eva

    Antwort
    • 11. Mai 2016 bei 21:09
      Permalink

      Liebe Eva! Das freut mich zu hören… Bei uns war es damals genauso bzw. ist es noch immer so. Jeder ist immer wieder begeistert. Ich selbst kann nicht genug davon bekommen ;-)! Alles Liebe, Johanna P.S. Hast Du auch Torten-Tipps?

      Antwort

Kommentar verfassen