Ob Gartenparty, Dinnerparty, Cocktail-Party oder Kindergeburtstagsparty, die Gastgeber stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Umso wichtiger ist, dass man die wichtigsten Regeln kennt und als perfekter Gastgeber in guter Erinnerung bleibt. Ich werde in diesem Post auf die wichtigsten Punkte eingehen, die man als Gastgeber unbedingt beachten soll. Dann schafft ihr bestimmt den Bogen zu spannen, von einem guten Gastgeber, der seinen Gästen einen schönen Abend bereitet, ohne dass in Folge die Einladung dabei steif und spießig wirkt.

Ich bin ein Anhänger von postalischen Einladungen und freue mich über jede Einzelne die ich bekomme. Mit ein wenig Geschick, kann man Einladungen selbst entwerfen und drucken lassen oder man nimmt einen Profi zur Hand. Wenn Du für Deine Party etwas Besonderes suchst, dann kann ich Dir „Die Macherei“ (www.diemacherei.com) wärmstens empfehlen. Eventplanung von A bis Z mit dem gewissen Etwas. Alles wird perfekt auf Dich und Deine Wünsche abgestimmt. Es gibt eine tolle Auswahl an exquisiten und kreativen Stationerys. Für Detailverliebte genau das Richtige.

Die Art der Einladung richtet sich natürlich nach dem Anlass. Für jedes Abendessen unter Freunden versende ich auch keine postalische Einladung. Für die, nennen wir es, formelleren Anlässe schon. Geburtstage, Gartenparty, Punschparty, … Was muss in einer Einladung eigentlich stehen? Allen voran, an wen sich die Einladung richtet, Datum, Uhrzeit, Adresse, eine Telefonnummer für Rückfragen, die Bitte der Bekanntgabe einer Zu- oder Absage (mit Datum), der Anlass der Einladung, ein Dresscode und falls notwendig ein Anfahrtsplan. Das sind die wichtigsten Informationen, die ein Gast wissen muss, um sich perfekt auf das Event vorzubereiten bzw. einzustimmen.

Damit Deine Gäste auch Zeit haben, sollte unbedingt ein Save-the-Date verschickt werden. Wie vielleicht schon bekannt ist, bin ich ein absoluter Planungsfreak und daher ein Verfechter von (sehr) frühzeitigen Terminankündigungen. Ein Save-the-Date per Email ist auf jeden Fall ein Muss. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich mehr als 10 Personen zu einem Datum (vorzugsweise Wochenende) einladen will, dann braucht es einen zeitlichen Vorlauf von ca. 3 Monaten. Je früher desto besser. 😉

Menü- und Tischkärtchen sind kein Muss, kann man aber wunderbar in die Tischdekoration einbinden. Für die Tischordnung gilt grundsätzlich die Regel Mann-Frau-Mann. Diese kann aber auch abgeändert werden. Die Auswahl der Gäste ist das „A und O“ der gesamten Planung. Mit ihr steht und fällt die Stimmung des Abends. Treffen Personen ähnlicher Interessen zusammen, ist der Abend ein Erfolg. Hat ein Gast Schwierigkeiten sich in die Runde zu integrieren, so ist es Aufgabe des Gastgebers ihm dabei zu helfen. Über die „Do`s and Dont`s“ beim Tischdecken werde ich einen extra Post schreiben. Mein Motto beim Dekorieren ist „Weniger ist Mehr“, dafür ausgewählte Sachen. Je nach Art des Tisches ein schönes Blumengesteck oder mehrere kleine und Kerzenleuchter, dann ist man schon auf der sicheren Seite. Unbedingt darauf achten, dass sich das Gegenüber in die Augen schauen kann. Es gibt doch nichts Lästigeres, als wenn der Kerzenleuchter oder das Blumengesteck im Weg steht und alles verrückt werden muss. Bei meiner Hotelfachprüfung gab es dafür Punkteabzüge. 😉

Als Ausdruck der Wertschätzung, des Respekts und der Aufmerksamkeit gilt es, dass der Gastgeber seine Gäste empfängt, ihnen den Mantel abnimmt und seinen Gästen auch wissen lässt, wo sie diesen wieder finden können.

Bei der Essens- und Weinzusammenstellung sollte, so gut es geht, auf die Befindlichkeiten der Gäste Rücksicht genommen werden. Es ist wichtig vorweg, über eventuelle Unverträglichkeiten, Allergien oder ob jemand Vegetarier ist, Bescheid zu wissen. Ich notiere mir allfällige Informationen, sodass ich diese bei der Planung berücksichtigen kann. Die Gäste freuen sich, wenn man auf ihre Bedürfnisse eingeht ohne extra nachgefragt zu haben. Das ist der Vorteil eines Buches, in dem man sich alles notieren kann.

Eine schöne Geste ist es, wenn der Gastgeber alle Gäste, während des Aperitifs oder bei Tisch begrüßt, zum Beispiel in Verbindung mit dem Erheben des Weinglases. Als Gastgeber bestimmst Du maßgeblich sich die Tonart des Abends. Ist man selbst stocksteif, werden es die Gäste wohl eher auch sein. Der Gastgeber soll jedem seiner Gäste Aufmerksamkeit schenken.

Die Wahl der Location richtet sich nach dem Anlass und der Anzahl der Gäste. Grundsätzlich kann man sagen, wenn man zu sich nach Hause einlädt, signalisiert man damit Freundschaft und Vertrauen. Handelt es sich um eine berufliche Einladung, sollte man sich als Gastgeber übrigens nie so gehen lassen, wie unter Freunden, auch wenn man mit dem Kunden befreundet ist.

Lasst Eure Gäste zwischen Vorspeise und Hauptspeise nicht zu lange warten. Der Abstand zur Nachspeise darf länger sein. Achtet darauf, dass die Teller erst abserviert werden, wenn auch der letzte Gast fertig gegessen hat.

Die Verabschiedung ist nicht weniger wichtig als die Begrüßung. Vernachlässigt die Verabschiedung nicht und bedanke Dich für das Kommen des Gastes.

Eine Faustregel ist: Aufräumen ist Gastgebersache! Wenn es nicht notwendig ist, räumt nicht während der Einladung den Geschirrspüler ein oder spült ab. Es wirkt ungemütlich und die Gäste bekommen vielleicht ein schlechtes Gewissen oder fühlen sich gezwungen mitzuhelfen. Musst Du dennoch abwaschen, weil sie zu wenig Geschirr oder Platz haben, macht es ohne große Ankündigung. Lieber still und heimlich.

Oberste Regel ist: Genieß den Abend mit Deinen Gästen, die Rolle als Gastgeber und denkt nicht an die Arbeit am nächsten Tag.

Eure Johanna

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Die Gesten eines Gastgebers

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